Wahrnehmungen
  • Einst gab es neben den Parteien gerade die Zeitungen (und die waren anfangs stark partei-dominiert) und Kammern (ebenso).
  • Dann entstanden Vereine, die über ihre starke Mitgliederbasis Gewicht bekamen.
  • In den 80er-Jahren gewannen dann Greenpeace, WWF und Amnesty an Bedeutung. Diese waren deutlich parteifern und nutzten erstmals das direkte Engagement ihrer Mitglieder: Postkarten schicken an umweltverschmutzende Unternehmen, Unterschriftenliste gegen folternde Staaten.
  • Anfangs wurde das Netz auch von diesen „Großen“ so verwendet: Organisationen geben die Richtung vor – die kleinen Menschen sollen liken
  • Die sozialen Medien haben neue Logiken ermöglicht: Heute kann jede/r Einzelne eine Petition starten – und mit dem richtigen Spin und etwas Glück eine weltweite Welle auslösen und Gewicht entfalten – z.B. www.avaaz.org 
Folgen: Viele Politiker sind völlig verunsichert: Jederzeit kann eine falsche Aussage einen Shitstorm auslösen / Mit Greenpeace & Co konnte man wenigstens noch direkt reden: Wie verhandelt man mit anonymen Einzelnen, die sich weltweit gegenseitig in einer Sache unterstützen?
 

Beitrag posten auf:

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Show comment form